Kritische Masse von Sara Paretzky

V. I. Warshawsi ist auf der Suche der drogensüchtigen Judy Binder, nachdem diese einer alten Freundin auf dem AB die Nachricht hinterlassen hat, dass sie sich in Gefahr befindet. Als Warshawski den letzten Wohnsitz der Frau aufsucht, irgendwo im ländlichen Illinois, findet sie nur eine zerstörte Methküche, einen toten Hund und die Leiche eines Mannes in einem Maisfeld, an dem sich die Krähen bereits gütlich getan haben. Von Judy Binder keine Spur. Als sie weiter ermittelt, wird dieser scheinbar so einfache Fall immer komplizierter und seine Wurzeln gehen weit zurück in das Österreich der 30-ziger Jahre und die Nazizeit und es wird immer gefährlicher für Warshawski, denn nicht nur die üblichen Dealer und Gangster machen ihr das Leben schwer, sondern auch eine hochangesehene Computerfirma und der Heimatschutz. 

Sara Paretzky und ihre Detektivin V. I. Warshawski, ein wohlbekanntes Team und, meiner bescheidenen Meinung nach, in diesem Buch in Höchstform. Ein scharfer Blick auf die politische Vergangenheit Amerikas, das Schicksal von Flüchtlingen und die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage, geben den Ermittlungen einen soliden Unterbau und nehmen dem klassischen Krimi-Noir-Stil jede Verstaubtheit. Im Gegenteil, es ist ein heutiges Buch, in dem sehr deutlich wird, wie Vergangenheit und Gegenwart sich beeinflussen. Spannung pur über immerhin 534 Seiten. 

Kritische Masse

Auorin: Sara Paretzky
Übersetzerin: Else Laudan
Verlag: Ariadne
ISBN: 9783867542364
Preis: 24,00 €