Taval und die nackte Katze von Susanne Pohl

Eigentlich ein einfacher Job, denkt Jesper Taval, als er von einem Freund gebeten wird, auf die Katze dessen Tante aufzupassen. Ein Ausflug nach Kiel kommt dem gerade gefeuerten MEKler auch recht. Die Katzenbesitzerin erweist sich als arrogant und neurotisch, die Katze als eine Nacktkatze, trotzalledem ist Taval bereit sich der Aufgabe zu stellen. Dann ruft Freund Dennis an und verlangt, dass er zu einer bestimmten Adresse kommt und die Katze mitbringt. Dennis klingt aufgeregt, so macht sich Taval auf den Weg, mit der Katze im Rucksack. Es folgt eine wütende Katze, die ausbüxt, ein Schlag auf den Schädel, eine Verhaftung und eine Mordanklage, denn in dem besagten Haus befindet sich eine ermordete Frau … eine die Taval kennt.

Mir hat dieser Lokalkrimi der Kieler Autorin Susanne Pohl gut gefallen, auch wenn er einige kleine Mankos hat. Der Plot und die Charaktere haben mir gefallen, eben so die Erzählweise. Locker, ironisch und mit Humor lässt sie die Leser*innen mit Taval auf Tätersuche gehen. Dabei geraten ihr der eine oder andere Charakter ein wenig zu klischeehaft und überhaupt hätten die Charaktere, besonders das Opfer, ein wenig mehr Tiefenschärfe gebrauchen können. Andersherum ist es eben auch kein 300 Seiten Buch, sondern ein feiner kleiner Krimi von gerade einmal 140 Seiten. 

Eine Autorin, die man im Auge behalten sollte.

Taval und die nackte Katze

Autorin: Susanne Pohl

Verlag: Susanne Pohl